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Gelb stabil, Vrecko und Van Der Moeren gewinnen die 150km

Grüne Hölle wird sie ehrfurchtsvoll genannt, die ehrwürdige Nordschleife des Nürburgrings. Dort wurde mit "Rad am Ring" am Samstag das vermutlich anspruchsvollste GCC Rennen ausgetragen.

Die Starter der Jedermannrennen waren die ersten der mehr als 8.000 Startern auf der Start- und Zielgeraden des internationalen Radsportfestivals, als um 12:00 Uhr der erste Startschuss fiel.

Höllenritt, der Dritte

Als erstes im Ziel war der Sieger des 75km Rennens. Die Solo-Fluchten von Jonas Leefmann sind im Feld berüchtigt und nach 2014 und 2015 schickte er sich auch dieses Jahr wieder an alleine einen Höllenritt zu wagen. Ab der ersten Runde legte der Fahrer des Team Drinkuth-Multipower den dicken Gang ein und konnte bereits am ersten Anstieg zur Hohen Acht seine Verfolger distanzieren. In den weiteren beiden Runden auf dem 25km Rundkurs mit jeweils 550 Höhenmetern hielt sein Vorsprung, von Vorteil dabei sicherlich dass in der Gruppe hinter Ihm mit Nicolas Starosta ein Teamkollege in der Lage war die Nachführarbeit zumindest zeitweise zu kontrollieren. So waren Niklas Finke (Team der Freistaat) und Dirk Müller (Radroo Team) gefordert. Diese Dreiergruppe hielt zwar bis zum Schluss und machte im Sprint auf der langen Startzielgeraden das weitere Podest unter sich aus, aber den Sieg von Leefmann konnten sie nicht mehr gefährden, er gewinnt mit 2min Vorsprung auf die Plätze.

Die besten Beine im Dreierfeld der Verfolger hatte Niklas Finke (Team Der Freistaat) knapp vor Dirk Müller (radroo Team).

Bei den Damen war es fast vergleichbar. Carmen Burmeister vom Team NUTRIXXION Nytro setze sich früh von Ihren Konkurrentinnen ab und fuhr über die gesamte Renndistanz einen ungefährdeten Start-Zielsieg ein. Mit mehr als 2min Rückstand kam die Zweitplatzierte Anne Poms vor Julia Wolf (Team Drinkuth-Multipower) ins Ziel.

In der Teamwertung hatte das Team Drinkuth-Multipower die Nase vorn, auf die Plätze kamen Team Deutsche Kinderkrebsstiftung und das radroo Team.

Höllenritt für alle

Anders als in den letzten Jahren konnte Ausreißer Leefmann die 4min Vorsprung des 150km Hauptfeldes nicht auffahren. Das allerdings lag nicht an Jonas Leefmann, sondern an dem von Anfang an hohem Tempo auf der Langdistanz.

Wurde in den letzten Jahren gerne mal abgewartet, war 2016 das Jahr des offenen Visiers. Ab der ersten Runde lag ein 37er Schnitt auf den Kettenblättern der Fahrer über 150km, für viele zu viel. Schon früh bildeten sich Gruppen, die immer weiter dezimiert wurden, bis am letzten Anstieg zur Hohen Acht Florian Vrecko, Nils Kessler (beide Team Strassacker) und Bernd Hornetz noch einen nachlegen konnten und diesen Vorsprung bis ins Ziel brachten.

Im Ziel war die Reihenfolge dann: Florian Vrecko vom Team Strassacker vor Bernd Hornetz, gefolgt von Nils Kessler (Team Strassacker).

Beim Damenpodest zeigte sich auch die internationale Ausrichtung von "Rad am Ring", hier siegte die Belgierin Ils Van Der Moeren vom Team Dextro Energy mit 6min Vorsprung vor Julia Leye (Team Albstadt-werke-Belenus-Easy-Tours). Die Trägerin des Gelben Trikots, Manuela Freund vom Team Green'n Fit, kam auf Platz Drei ins Ziel und konnte somit Ihren Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausbauen.

Gesamtwertung und Gelbes Trikot in gewohnten Händen

Manuel Kirfel (Buerstner - Duemo Cycling) sicherte sich mit seinem vierten Platz ebenfalls wichtige Punkte für die Gesamtwertung und durfte sich erneut das gelbe Trikot überstreifen.

Auch das Team merkur-druck.com konnte das virtuelle Gelbe Trikot des besten Teams in der Gesamtwertung behaupten, am Nürburgring kam das Team auf Platz 3 hinter dem starken Siegerteam der Kunstgießerei Strassacker und Bürstner-Dümo-Cycling.

Nächster Halt: Dresden

Das Team mit Sitz in Hamburg geht aber mit noch 40 Punkte Vorsprung in das nächste Rennen, dem Stadtkurs beim Velorace Dresden am 14. August 2016.

Bilder: Markus Stera / Wolfgang Schaaf

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